Paris

Paris fasziniert mit ihrem Charme  und durch die multikulturelle Gesellschaft. Den Fotografen und den Kunstmalern werden die Motive niemals ausgehen.  Montmatre, der Hügel auf dem sich noch heute Künstler und Lebenskünstler treffen, begeistert nach wie vor. Der Besuch der Museen Louvre und Musee d'Orsay, hat mich tief beeindruckt. Es war ein grosses Erlebnis, die Gemälde der bedeutenden Impressionisten in natura zu sehen.

 

Die Motive zu meinen Gemälden von Paris sind Begegnungen und Momentaufnahmen.



 Moulin Rouge

 Paris 2014, Öl auf Papier, 70 x 100 cm


 "Aristide" 

Rezension von Günter Weiler, www.galeria14.de

„Komm, ich nehme Platz, entspanne mich und genieße die Atmosphäre“, so in etwa könnte der Gedanke des Herrn mit dem Fahrrad sein. Oder wir folgen der Intuition des Künstlers Samuel Stähli, der diese Szene vor dem Restaurant „Rendez vous des Amis“ in der Rue Gabrielle in Paris angetroffen und schnell mit dem Fotoapparat festgehalten hat.

Seine Assoziation war aber eher kunsthistorisch, so lässt er wissen, denn: „Als ich den Radfahrer sah, wie er seinen Blick auf die Szenerie richtete, sah ich exakt Aristide Bruant mit seinem roten Schal vor mir, wie er in dem weltberühmten Plakat von Toulouse-Lautrec dargestellt wurde und ich wusste schon in diesem Moment, wie ich das Werk gestalten würde“. Daher auch der prägnant schlichte Titel „Aristide“.

Das Werk gewinnt durch zwei eingebundene Komplementärkontraste, „Rot/Grün“ und „Blau/Orange“, wobei diese wirklich erst auf den zweiten Blick auffallen, denn sie liegen nicht unmittelbar nebeneinander, wo die positive Wirkung meist sofort auftritt. Gegensätzlichkeit ist ohnehin das aussagende Merkmal dieser gelungenen und perspektivisch herausfordernden Bildgestaltung: Licht und Schatten, in diversen Farben changierende Pflastersteine, Ruhe ausstrahlende Lokalszene und ein irgendwie geartetes Leben auf der Straße im Hintergrund. 

Stählis Talent zu diesen Farbkonstellationen und die Fähigkeit, diese Momentaufnahme in ein besonderes szenisches Licht zu setzen, sind die zwei ins Auge springenden Eigenschaften dieses Genrebildes. Samuel Stählis stimmungsvolles „Aristide“ wirkt harmonisch. Angefangen von der gekonnt angelegten, vielschichtigen Häuserfassade bis hin zu der wichtigen Technik der Verlaufsperspektive, finden wir eine Ausgewogenheit, die deutlich einen impressionistischen Eindruck unterstreicht. Eine komplexe, mit nuancierenden Farbschichten entstandene, denkintensive Öl-Arbeit, die genau das Gegenteil ausdrückt, nämlich eine lockere, entspannte Atmosphäre. Dies ist zweifelsfrei gelungen.

Es gibt also wenig, was man besser machen könnte! Gratulation! Irgendwie riecht man „Monmartre“, schmeckt vielleicht sogar die Zwiebelsuppe, den guten französischen Käse und Wein herüber. Auf jeden Fall aber das besondere Odeur des Pariser Künstlerviertels, mit all diesen Eindrücken, die die Arbeit Samuel Stählis hervorragend vermittelt.

Der Künstler, der auf seinen Reisen immer eine Fotoausrüstung, Skizzen- und Notizbuch mit dabei hat, behält sich die freie Umsetzung des Motives im Wesentlich vor. Er will kein Foto reproduzieren, sondern mit Form und Farbe zuhause im Atelier frei gestalten und eine neue, noch stimmungsvollere Sichtweise auf der Leinwand schaffen.

Wir erleben mit „Aristide“ die Faszination einer Momentaufnahme und ihre Umsetzung zu einem stimmungsvollen, großformatigen Gemälde mit der Aufforderung des Eintauchens in eine unnachahmliche Lebensart. Versuchen wir einfach, dieser zu folgen!


 Günter Weiler

© Galeria 14 GdbR



Öl auf Leinwand, 1.00 x 1.40m


 Au Clairon de Chasseeurs    

Paris Montmartre, 2014, Öl auf Papier, 70 x 100 cm

 

Nino, Mode in Paris

Öl auf Papier, 70 x 100 cm

 „Chez Marie“ Rue Gabrielle, Montmartre,   (Privatbesitz)


Öl auf Leinwand, 80 x 120 cm, 2013




  „Sofie" Paris

 Öl auf Papier, 70 x 100 cm, 2014